Wasser-Wasser-Wärmepumpe: die effizienteste, aber seltenste Lösung
Grundwasser hat ganzjährig etwa 8 bis 12 °C. Das ist die beste Wärmequelle, die ein Einfamilienhaus haben kann — Jahresarbeitszahlen von 4,5 bis 5,5 sind normal. In der Praxis scheitert es meist daran, dass fünf Bedingungen alle gleichzeitig erfüllt sein müssen.
Fünf Bedingungen — und alle fünf müssen stimmen
Wirtschaftlich sind etwa 5 bis 20 Meter. Liegt der Grundwasserspiegel tiefer, steigen Bohrkosten und Pumpenstrom so weit, dass der Effizienzvorteil verschwindet.
Der Brunnen muss dauerhaft genug Wasser liefern — bei einem Einfamilienhaus typischerweise 2 bis 4 m³ pro Stunde. Ein Pumpversuch klärt das vorab und kostet 1.500 bis 3.000 €. Dieses Geld gibst du aus, bevor du irgendetwas bestellst.
Eisen und Mangan sind die Problemstoffe: sie verursachen Verockerung, die Wärmetauscher und Brunnen zusetzt. Eine Wasseranalyse gehört zum Pumpversuch. Zu hohe Werte sind ein hartes Ausschlusskriterium.
Ein Förder- und ein Schluckbrunnen, mit ausreichendem Abstand in Grundwasserfließrichtung — sonst pumpst du das abgekühlte Wasser im Kreis. Auf kleinen Grundstücken geht das oft nicht.
Die untere Wasserbehörde muss die Grundwassernutzung genehmigen. In Trinkwasserschutzgebieten ist sie ausgeschlossen. Das ist der erste Anruf, nicht der letzte.
inklusive zwei Brunnen und Pumpversuch
die höchste aller Systeme
mehr als bei Luft-Wasser: Brunnen und Filter
Die höchste erreichbare Effizienz: Jahresarbeitszahlen von 4,5 bis 5,5.
Konstante Quellentemperatur — auch im Februar keine Leistungseinbußen.
Passive Kühlung im Sommer mit minimalem Stromeinsatz.
Kein Außengerät, kein Geräusch, nichts sichtbar im Garten.
Fünf Bedingungen müssen alle erfüllt sein — in der Praxis der häufigste Grund für ein Nein.
Höherer Wartungsaufwand: Brunnen, Filter und Verockerungsrisiko brauchen Aufmerksamkeit.
Wasserrechtliche Erlaubnis nötig, in Schutzgebieten ausgeschlossen.
Weniger Fachbetriebe haben Erfahrung damit — Brunnenbau ist ein eigenes Gewerk.
Erst der Pumpversuch, dann alles andere: Ein Pumpversuch mit Wasseranalyse kostet 1.500 bis 3.000 € und klärt drei der fünf Bedingungen gleichzeitig: Tiefe, Schüttung und Wasserqualität. Wer diesen Schritt überspringt und direkt bestellt, riskiert eine Anlage, die nie die versprochene Effizienz erreicht — oder einen Brunnen, der nach drei Jahren verockert ist.
Häufige Fragen
Die meisten Häuser fallen durch eine der fünf Bedingungen. Der Kurzcheck klärt in fünf Fragen, welches System bei dir realistisch ist.
Passende Ratgeber
Höhere Investition, konstante Quelle, keine Außeneinheit.
Der Standardfall: geringste Investition, keine Bohrung.
Investition, Nebenarbeiten und Betrieb mit realistischen Bandbreiten.
Was jährlich zu tun ist, was es kostet, was du selbst machst.