Wärmepumpe Förderung 2026: bis zu 22.400 € Zuschuss
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue KfW-Konditionen. Wenn du irgendwo noch 30.000 € förderfähige Kosten oder einen Effizienzbonus für R290 liest, ist die Quelle veraltet — beides gibt es nicht mehr.
Was die KfW 2026 zahlt
Die Sätze addieren sich, sind aber nach oben gedeckelt: maximal 70 %, bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 € maximal 80 %.
Für jede förderfähige Wärmepumpe im Bestandsgebäude.
Beim Austausch einer alten Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung.
Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach Haushaltseinkommen.
80 % von 28.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit.
Der Zuschuss wird auf die förderfähigen Kosten berechnet, nicht auf den Angebotspreis. Für die erste Wohneinheit liegt die Obergrenze bis zum 31. Januar 2027 bei 28.000 €. Kostet die Anlage mehr, bleibt der überschießende Teil vollständig dein Eigenanteil.
Wichtig: Förderfähig sind nicht nur Gerät und Montage, sondern auch die sogenannten Umfeldmaßnahmen: hydraulischer Abgleich, Austausch einzelner Heizkörper, Pufferspeicher, Demontage und Entsorgung der Altanlage, bei Öl auch der Tankrückbau. Diese Posten gehören ins Angebot deines Fachbetriebs — sonst verschenkst du Förderung.
Ein Rechenbeispiel
| Position | Betrag |
|---|---|
| Angebotspreis komplett | 34.000 € |
| davon förderfähig (Obergrenze) | 28.000 € |
| Fördersatz (30 % + 16 %) | 46 % |
| Zuschuss | 12.880 € |
| Dein Eigenanteil | 21.120 € |
Beispiel für den Austausch einer alten Gasheizung ohne Einkommensbonus. Mit Einkommensbonus (Haushaltseinkommen bis 40.000 €) läge der Satz bei 66 % und der Zuschuss bei 18.480 €.
Voraussetzungen
Die Heizungsförderung gilt nur im Bestand. Für Neubauten gibt es eigene KfW-Programme für effiziente Gebäude — die Heizungsförderung greift dort nicht.
Ein eingetragener Fachbetrieb bestätigt, dass die Anlage die technischen Mindestanforderungen erfüllt. Ohne diese Erklärung wird nicht ausgezahlt.
Die Anlage muss die geforderte Effizienz erreichen und über eine Wärmemengenerfassung verfügen. Der Fachbetrieb weist das nach — verlange die Bestätigung schriftlich, bevor du unterschreibst.
Verpflichtend und gleichzeitig förderfähig. Er ist außerdem die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Kosten zu Wirkung auf die Vorlauftemperatur.
Erst beantragen, dann beauftragen
Die KfW fördert nicht rückwirkend. Wer zuerst den Auftrag unterschreibt und danach den Antrag stellt, verliert den Zuschuss vollständig — auch wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind. Das sind im Ernstfall über 20.000 €.
Die richtige Reihenfolge: Angebot einholen → Bestätigung zum Antrag (BzA) vom Fachbetrieb → KfW-Antrag im Zuschussportal → Zusage → dann Auftrag erteilen.
Ein Vertrag mit Rücktrittsklausel bei Förderabsage ist zulässig und in der Praxis der übliche Weg. Lass dir diese Klausel schriftlich geben, nicht mündlich zusagen.
Was sich 2026 geändert hat
Drei Änderungen, die ältere Ratgeber noch nicht abbilden.
Bis Juli 2026 gab es 5 Prozentpunkte extra für natürliche Kältemittel. Der Bonus ist gestrichen — alle elektrischen Wärmepumpen werden gleich gefördert, unabhängig vom Kältemittel.
Von 30.000 € auf 28.000 € für die erste Wohneinheit. Der maximale Zuschuss sinkt damit von 24.000 € auf 22.400 €.
Für Anlagen mit hohem europäischen Fertigungsanteil, geplant für das erste Quartal 2027. Die Konditionen stehen noch nicht fest — bis dahin ist es keine Planungsgrundlage.
Und die Frist: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte. Wer 2026 tauscht, sichert sich die vollen 16 Punkte — wer wartet, sollte wissen, was das Warten kostet.
Häufige Fragen
Der Kurzcheck fragt genau das ab, was den Satz bestimmt: aktuelle Heizung, Gebäude, Zeitrahmen. Fünf Fragen, dann eine Einschätzung.
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Der Selbsttest, der klärt, ob die Jahresarbeitszahl trägt.
Hier fällt die Rechnung deutlicher aus — wegen der CO₂-Abgabe pro Liter.