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CO₂-Preis 2026: was Gas und Öl wirklich kosten — und was 2028 passiert

Die Preisbindung ist Geschichte, ab 2028 bestimmt der europäische Emissionshandel den Preis. Was heute auf deiner Rechnung steht und welche Prognosen belastbar sind.

Hausbesitzer am Küchentisch prüft ein Angebot für eine Wärmepumpe

Seit 2026 ist der CO₂-Preis in Deutschland nicht mehr auf einen festen Betrag gesetzt, sondern bewegt sich in einem Korridor von 55 bis 65 € je Tonne. Auf der Heizkostenrechnung ist das ein Posten, den viele nicht als solchen erkennen — weil er im Gas- oder Ölpreis versteckt ist.

Was es heute konkret bedeutet

Gas
bis 1,55 ct/kWh

brutto — rund 10 bis 15 % des Gaspreises. Bei 19.000 kWh etwa 270 bis 290 € im Jahr.

Heizöl
bis 20,7 ct/l

Bei 2.100 Litern rund 435 € im Jahr. Öl wird härter getroffen, weil es mehr CO₂ freisetzt.

Wärmepumpenstrom
0 ct

Strom ist von der CO₂-Abgabe nicht betroffen.

Was 2028 passiert

Ab 2028 wird der Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern im europäischen Emissionshandel gebildet. Das bedeutet: er richtet sich nach Angebot und Nachfrage an Emissionsrechten. Prognosen für 2030 liegen je nach Institut bei 120 bis 150 € je Tonne — also etwa doppelt bis zweieinhalbfach so hoch wie heute.

Prognosen sind keine Tatsachen. Ob der Preis 2030 tatsächlich dort liegt, weiß niemand. Was feststeht: die Preisbindung endet, die politische Richtung zeigt nach oben, und Wärmepumpen sind ausgenommen. Wer heute eine Gas- oder Ölheizung mit 20 Jahren Laufzeit einbaut, übernimmt dieses Preisrisiko.

Wie du damit rechnest, ohne zu spekulieren

Unser Kostenrechner und unsere Vergleichstabellen rechnen ohne Preissteigerungen. Das ist konservativ und macht die Wärmepumpe schlechter aussehen, als sie über 20 Jahre wahrscheinlich dasteht. Wir halten das für die redlichere Variante: ein Vorteil, der auf einer Prognose beruht, ist kein Vorteil, den man einrechnen sollte.

Wenn du selbst rechnen willst: nimm die heutigen Kosten als Basis und betrachte jede CO₂-Preissteigerung als Sicherheitsmarge. Kippt die Rechnung schon heute nicht, kippt sie später erst recht nicht.

Passende Ratgeber

Stand dieses Beitrags: 12. September 2026. Förderbedingungen und Energiepreise ändern sich. Wenn du hier eine veraltete Angabe findest, melde sie uns über die Kontaktseite — wir korrigieren sichtbar, nicht still.

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